Positive Bilanz für Hemers Baugenossenschaft

06.06.2019: Das gemeinnützige Unternehmen will mehr in energetische Sanierung und E-Mobilität investieren. Die Unternehmensgruppe um die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Hemer hat auf der Mitgliederversammlung im „Alten Casino“ am Montag ein positives Fazit zum Geschäftsjahr 2018 gezogen. Wie in den Jahren zuvor standen auch im vergangenen Jahr keine der 685 Wohnungen der Genossenschaft zum Jahresabschluss leer.

Die Wohnungen an der Urbecker Straße 50 a, 50b und 50c wurden von der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft energetisch saniert. Außerdem wurden die Stellplätze renoviert.

Zudem will die Genossenschaft in der Zukunft mehr in E-Mobilität investieren. Das sei auch an der neuen Stellplatzanlage an den Häusern der Urbecker Straße 50a, 50b und 50c erkennbar. Dort und an den anderen neu eingerichteten Garagen-Stellplätzen können laut Peter Meyer, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft, durch einen Stromanschluss E-Autos aufgeladen werden. Das betreffe auch die neu eingerichteten Garagen- und Stellplatzanlagen hinter den Objekten Urbecker Str. 55, 57 und 59.

Ladestellen an den Stellplätzen im Bestand
Insgesamt acht Garagen und 25 Stellplätze seien mit solchen Anschlüssen ausgestattet. „In den kommenden Jahren sollen auch die anderen Bestände mit Ladestellen ausgerüstet werden“, sagt Peter Meyer auf Anfrage. Insgesamt hat die Wohnungsbaugenossenschaft 244 Garagen und Einstellplätze im Bestand. Weiterhin gehen auch einige Sanierungen und Renovierungen auf die Genossenschaft zurück. Die Wohnungen am Objekt Am Ballo 36 sind nun mit einer automatischen Entlüftung ausgestattet.
Damit haben die Mitglieder, so eine Pressemitteilung der Genossenschaft, nun nicht nur günstige Nebenkosten, sondern profitieren auch von einer Verbesserung des Raumklimas. Zudem hat das Tochterunternehmen der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft, die Wohnungsbaugesellschaft Hemer mbH (WBG), in den vergangenen zwei Jahren den restlichen Bereich der Urbecker Straße, die Gebäude der Häuser 48, 50a, 50b und 50c voll energetisch saniert.

In diesem Jahr sollen zudem die Wohnungen in den Gebäuden Am Ballo 40 und 42 sowie an der Dürerstraße 11 energetisch saniert werden.

Die Bilanz des Unternehmens ist weiterhin fern von roten Zahlen. 2018 konnte ein Jahresüberschuss von rund 237.000 Euro erwirtschaftet werden. Die Bilanzsumme, also das Anlage- und Umlaufvermögen, das sich unter anderem aus den Immobilienwerten der Genossenschaft zusammensetzt, beläuft sich auf rund 35.612.000 Euro. Das Eigenkapital beläuft sich zum Stichtag des 31. Dezembers 2018 auf 18.363.000 Euro. Die Anzahl der Mitglieder ist dagegen leicht gesunken. 1.236 Mitglieder zählte die Genossenschaft Ende 2018 – fünf weniger als im Jahr davor.

Steigende Mietkosten durch energetische Sanierung
Die Mieteinnahmen der Genossenschaft sind insgesamt um 20.000 Euro gestiegen. Dieses steht mit den energetischen Sanierungen der Wohnungen und dementsprechend mit höheren Mieten in Verbindung. „Laut Gesetz hätten wir die Kosten mit sechs Euro pro Quadratmeter auf die Mieter umlegen können. Bei uns haben sich die Mieten allerdings nur um zwei oder 1,50 Euro pro Quadratmeter erhöht“, erklärt Peter Meyer. Im Durchschnitt verlange die Genossenschaft einen Quadratmeterpreis von 5,16 Euro von ihren Mietern.
In einer Pressemitteilung gibt die Genossenschaft außerdem an, dass ihre Erlösschmälerungen aufgrund von Leerständen 2018 gesunken sind. Obwohl die Genossenschaft zum Stichtag 31. Dezember 2018 keine Leerstände verzeichnet, standen einige Wohnungen dennoch, zum Beispiel aufgrund von Umzügen, für kürzere Zeit leer. Diese unterjährigen Kosten konnte die Genossenschaft 2018 schmälern.

Quelle: IKZ Hemer Hendrik Schulze Zumhülsen