Für Häuslebauer werden die Flächen rar

30.09.2020: Erster Spatenstich für das neue Wohngebiet Duloh ist erfolgt. Nachfrage nach Grundstücken ist groß. Die großen Baugebiete der vergangenen Jahre wie Iserbach, Geitbecke und am Sauerlandpark weisen keine oder nur noch wenige Baulücken auf, zukünftig werden es Häuslebauer schwerer haben, Grundstücke in der Felsenmeerstadt zu finden.

Rat, Verwaltung und die Hemeraner Grundstückserschließungsgesellschaft kamen zum ersten Spatenstich am Duloh zusammen.

So sieht das Wohngebiet aus. Oben befindet sich die Parkstraße mit Zufahrt, links ist der Grünstreifen zur Hochspannungsleitung am Duloh.

Die Nachfrage ist jedoch groß, das erlebt die Sparkasse Märkisches Sauerland Hemer-Menden aktuell beim neuen „Wohngebiet Duloh“. Schon jetzt gibt es viel mehr Interessenten als Bauflächen. Börsianer würden wohl von „mehrfach überzeichnet“ sprechen. Dabei wird mit dem Verkauf erst ab dem 5. Oktober begonnen.


Bebauungsplan relativ schnell verabschiedet

Weil Neubaugebiete so selten werden, führte der erste Spatenstich am Dienstag Vertreter aus Rat und Verwaltung sowie der Hemeraner Grundstückserschließungsgesellschaft zusammen. Den Verkauf der Grundstücke übernimmt die Sparkasse. „Es ist eine tolle Lage mit viel Grün und innerstädtischer Anbindung“, lobte Sparkassen-Vorstandsmitglied Jörg Kötter. „Hemer ist attraktiv, durch den Sauerlandpark und viele andere Faktoren“, bestätigte der Erste Beigeordnete Christian Schweitzer die große Nachfrage nach Einfamilienhäusern aber auch nach Geschosswohnungsbau.

Relativ schnell hatten Rat und Verwaltung den Bebauungsplan für das Wohngebiet erstellt. Offiziell heißt er „Feldstraße Nord“, mit dem Namen „Duloh“ werden viele die Fläche besser verorten können. Im Juni 2019 hatte es die vorgezogene Bürgerbeteiligung gegeben, im Frühjahr 2020 den Satzungsbeschluss. „Hier sieht man, dass man auch in Deutschland und in Hemer Bebauungspläne in relativ kurzer Zeit entwickeln kann, es hat hervorragend geklappt“, lobte Hans Schmöle als scheidender Vorsitzender des Planungsauschusses. Durch die Abrundung werde die Bebauung im Westen abgeschlossen.

Die Corona-Pandemie verzögerte zunächst Erschließung und Vermarktung. Jetzt soll es zügig vorangehen. Bereits Ende des Jahres sollen Kanalisation und Baustraßen erstellt sein, damit die 22 Einfamilienhäuser ab 2021 gebaut werden können. Der erste Bauabschnitt befindet sich zwischen der Parkstraße und Im Hölken und schließt die Lücke zwischen der vorhandenen Wohnbebauung und der Hochspannungsleitung am Duloh. Zu dieser Freileitung ist ein Mindestabstand von 16 Metern einzuhalten.


Hauptzufahrt über die Parkstraße

Erschlossen wird das etwa 1,7 Hektar große Baugebiet durch eine bereits vorhandene Zufahrt an der Parkstraße zwischen den Häusern 69 und 71. Von dort aus führen Stichstraßen zu den zwischen 436 und 650 Quadratmeter großen Grundstücken. Für die Wahl eines Bauträgers oder Architekten gibt es keine Vorgaben, wohl aber eine Baupflicht innerhalb der nächsten fünf Jahre.

Weitere 21 frei stehende Einfamilienhäuser sollen im zweiten südlichen Bauabschnitt entstehen. Die Grenze zum Duloh bildet stets die Hochspannungsleitung.

Quelle: IKZ Ralf Engel