Der Tourismus nimmt ordentlich Fahrt auf

28.08.2020: Viele Tagesbesucher entdecken neben dem Sauerlandpark auch Felsenmeer und Heinrichshöhle neu. Ganz oben auf der Beliebtheitsliste auswärtiger Gäste steht der Sauerlandpark, dann kommen das Felsenmeer und die Heinrichshöhle – Touristikerin Diana Naumann ist glücklich, dass Hemer nicht nur in der Region, sondern auch in vielen anderen Bereichen Deutschlands und auch dem Ausland wahrgenommen wird.

Diana Naumann ist die neue Touristikerin der Stadt Hemer, hier mit Martin Hofmann und Thomas Bielawski

Gerade das Felsenmeer und die Heinrichshöhe werden von Touristen angesteuert. Die Pandemie hat die Menschen umdenken lassen, die große Mehrheit macht sich aktuell auf, Deutschland zu entdecken, und da gibt es eben nicht nur die Touristenhochburgen im Süden und Norden Deutschlands, sondern auch viel in der Mitte. Hemer zum Beispiel.

Im Juli und August über 1000 Touristen

Auch der Strandgarten im Sauerlandpark hat trotz der Corona-Auflagen an Besuchern gewonnen: Schon jetzt sind es 60.000 Gäste, und auch die kommen nicht nur aus Hemer. Diana Naumann ist die neue Touristikerin der Stadt Hemer, sie hat im März ihre Arbeit mit einer halben Stelle begonnen. Im Mai haben 180 Tagestouristen im Naturpark-Infozentrum „Schatztruhe“ vorbeigeschaut, um sich mit Karten und Infomaterial zu versorgen, im Juni waren es 180, und im Juli insgesamt 1190. Auch im August werden die Zahlen über 1000 gehen. „Das ist richtig gut“, freut sich Diana Naumann. Ihr Team bekäme viel positives Feedback von den Besuchern, die zum einen Hemers Top-Sehenswürdigkeiten besuchen, andererseits aber sehr gerne wandern gehen und ihren Startpunkt in Hemer gewählt haben. „Neben dem Wandern wird auch das Radfahren immer beliebter. Es gibt für unterschiedlich lange Strecken gute Ideen, sich mit dem Tourenrad, Mountainbike, Rennrad oder immer öfter auch mit dem E-Bike durch Hemer und Umgebung zu bewegen“, so Diana Naumann. Auch Kulturbüro-Chef Martin Hofmann sieht da noch viel Potenzial und hofft für die Zukunft auf offizielle Trials durch den Wald. Immer öfter sieht Diana Naumann auch Naturfotografen, die im Naturschutzgebiet in Apricke unterwegs sind. Dort sind auch viele Vogel- und Schmetterlingsexperten unterwegs, weil es eine große Vielfalt gibt.

Die erweiterten Öffnungszeiten der NIZ-Schatztruhe (Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr) kommen gut an und werden bis zum Ende der Herbstferien beibehalten. Fast 20 Ehrenamtliche sowie Diana Naumann und Markus Dützer (Sauerlandpark) sichern diese Öffnungszeiten. „Es werden aber noch Ehrenamtliche gesucht“, so Diana Naumann.

Die Arbeit der Touristikerin ist umfangreich, und ihr Ziel ist es, sich allen touristischen Einrichtungen in Hemer persönlich vorzustellen. „Aber schon jetzt höre ich, dass alle glücklich sind, eine festen Ansprechpartner zu haben“, sagt sie.

Abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld

Das Tätigkeitsfeld von Diana Naumann ist abwechslungsreich und setzt sich zusammen aus der Arbeit mit Gremien wie dem Verein Sauerland-Tourismus, dem Hönnetalverein, dem Naturpark Sauerland Rothaargebirge, dem Märkischen Kreis, dem Sauerlandpark und Übernachtungsbetrieben und Gaststätten in Hemer. Die Touristik ist dem Fachdienst Kulturelle Einrichtungen zugeordnet.

Trotz der Coronalage haben dieses Jahr bereits 179 Menschen in Hemer übernachtet, davon reisten 16 aus dem Ausland an. In den nächsten Tagen erscheint eine frisch aufgelegte Gastgeber-Broschüre des Hönnetalvereins. Wer eine Ferienunterkunft vermietet und diese über die Stadt kostenlos vermarkten lassen möchte, kann sich Hemers neue Touristikerin melden. Künftig soll auch die Vernetzung der Beherbergungsbetrieben untereinander verbessert werden, damit die Region bekannter wird und die Auslastung wieder steigt.

Ergänzend zur Stelle von Diana Naumann wurde auch im Sauerlandpark eine halbe Stelle für den Tourismus-Bereich geschaffen. Marcus Dützer und Diana Naumann arbeiten seitdem eng zusammen, und auch der Sauerlandpark verfolgt das Ziel, die Zahl der Tagesbesucher zu steigern. „Der Besuch in Hemer lohnt sich einfach. Wir sind eine coole Stadt“, ist die engagierte Touristikerin gespannt, wie die weitere Entwicklung verläuft.


Quelle: IKZ Hemer Carmen Ahlers