Paradebeispiel für Spitzentechnologie in Hemer

13.02.2019: DVS Tooling weiht neuen Firmensitz im Gewerbepark Deilinghofen ein. Modernes Gebäude für Hightech. In die Amerikastraße werden sich bislang nur wenige Bürger verirrt haben, zu neu und zu abgelegen ist die Erweiterung des Gewerbeparks Deilinghofen. Daher bleibt vielen verborgen, welch hochkarätige Betriebe sich dort mit auch architektonisch modernen Gebäuden ansiedeln.

Die Firma DVS Tooling hat an der Amerikastraße in Deilinghofen ein modernes Gebäude für Verwaltung und Produktion errichtet.

Geschäftsführer Sandro Schäfer zeigt die hochpräzisen Zahn- und Hornringe, die in Deilinghofen produziert werden.

Die neue Produktionshalle als Festsaal. Rund 150 Gäste konnte das Unternehmen bei der Einweihung begrüßen.

Jüngstes Beispiel ist die DVS Tooling GmbH. „Es ist ein spannendes Unternehmen, ein Paradebeispiel für Hightech in Hemer. Ich bin stolz auf ein solches Start-up in unserer Stadt“, sagte Bürgermeister Michael Heilmann bei der Einweihungsfeier.
Das eigentliche Start-up liegt schon einige Jahre zurück. Die DVS Tooling wurde 2015 als neue Tochter der DVS Technology Group mit Sitz in Dietzenbach gegründet. Der Fokus der Gruppe liegt auf den Bearbeitungstechnologien Drehen, Verzahnen und Schleifen. Weltweit beschäftigt die Gruppe über 1600 Mitarbeiter und gilt als führender Systemanbieter für Maschinen, Werkzeuge und Produktionslösungen zur Weich- und Hartbearbeitung von Komponenten des Antriebsstranges von Fahrzeugen. Hochspezialisierte und in der ganzen Welt gefragte Werkzeuge werden produziert. Die Technologiekombination und der Wissenstransfer zwischen Maschinenbauern, Werkzeuganbietern und Produktionsunternehmen sind am Markt einzigartig. Die besten Werkzeuglösungen, den Vertrieb und den technischen Service leistet DVS Tooling.


Halle an der Breddestraße schnell zu klein

Seit 2015 war das Unternehmen an der Breddestraße angesiedelt. Die 300 Quadratmeter Produktionsfläche platzten nach drei Jahren aus allen Nähten. 2017 wurde die Zehn-Millionen-Marke beim Umsatz übertroffen, für das rasante Wachstum wurde nach einem neuen Standort gesucht. Fündig wurde Geschäftsführer Sandro Schäfer in Deilinghofen. „Die Stadt und die Gewerbepark GmbH empfangen interessierte Firmen mit offenen Armen. Wir würden die Entscheidung jederzeit wieder so treffen, fühlen uns bestens aufgehoben“, bilanzierte Sandro Schäfer in seiner Rede.

10.000 Quadratmeter hat das Unternehmen an der Amerikastraße erworben und seit April 2018 bebaut. 1500 Quadratmeter Produktionsfläche und 500 Quadratmeter Büro stehen in dem von Verfuß erstellten modernen Firmengebäude zur Verfügung. Das lässt Spielraum für Erweiterungen. Rund drei Millionen Euro wurden bislang investiert, weitere Millionen für modernste Lasermaschinen, die die Diamantoberflächen in klimatisierten Hallen extrem präzise bearbeiten. Allein 2019 sollen weitere zwei Millionen in Maschinen investiert werden. Technologieschulungen sollen in Deilinghofen erfolgen. „Alle Signale stehen auf Expansion“, so Sandro Schäfer. Die Mitarbeiterzahl ist auf 24 gestiegen, Fachkräfte werden weiter gesucht.
Der Stellenwert des neuen Unternehmenssitzes wurde bei der Einweihung am Montagsabend deutlich. Neben den Geschäftsführern und Vertriebsleitern aller Gesellschaften, Firmenvertretern aus China, den USA, Brasilien und der Tschechischen Republik und Zulieferern reisten auch Vorstandsvorsitzender Josef Preis und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Steen Rothenberger nach Hemer.


Lob für die Sauerländer Tüftlermentalität

Josef Preis betonte, dass der neue Standort die optimale Kombination von Werkzeug und Maschine garantiere. Er lobte vor allem die „Sauerländer Tüftlermentalität“. Auf das Menschliche ging auch Gesellschafter Steen Rothenberger ein und sagte: „Außergewöhnliche Menschen können Außergewöhnliches leisten“. Dieser Glaube treibe die Firmengruppe an.
Die Feier spiegelte die Symbiose aus Hightech und Sauerländer Bodenständigkeit wider. Eine Lasershow erinnerte an die Lasertechnologie als Grundstein für den Erfolg, eine Gesangseinlage mit Beteiligung des chorbegeisterten Balver Chefs an die Verbundenheit zur Region und ihren Menschen.

Quelle: IKZ Hemer Ralf Engels