Neues Leben im alten Drahtwerk

17.10.2018: 25 Firmen haben sich auf dem riesigen Giese-Areal in Westig angesiedelt. Gesellschafter des Induparks planen weiteres Wachstum und Aufwertung. Sie gehört zu den größten noch erhaltenen historischen Firmenkomplexen im Stadtgebiet: Die frühere Firma Giese in Westig will als Indupark GmbH weiter wachsen und investieren.

Wirtschaftsförderer Felix Mohri, die geschäftsführende Gesellschafter der Indupark GmbH, Benno Burkert und Ahmed Hamoudi, der Technische Beigeordnete Christian Schweitzer und Bürgermeister Michael Heilmann besichtigten das Firmengelände in Westig.

Dass dem Riesenareal nicht das gleiche Schicksal als Industriebrache ereilt, wie dem Drahtwerk Adolf vom Braucke talaufwärts, liegt am Engagement von Unternehmern. Die geschäftsführenden Gesellschafter der Indupark GmbH, Benno Burkert und Ahmed Hamoudi, haben zusammen mit drei weiteren Gesellschaftern seit 2010 den riesigen Gebäudekomplex der ehemaligen Firma Giese an der Altenaer Straße übernommen.
Die Besitzer der Immobilie haben jede Menge Zukunftspläne formuliert und setzen diese Schritt für Schritt auf dem 33.000 Quadratmeter großen Firmengelände um. Ein gesundes Wachstum stellt neben der stetigen Aufwertung, die größte Zielsetzung der Gesellschafter dar, von der sich Bürgermeister Michael Heilmann, der Technische Beigeordnete Christian Schweitzer und der Wirtschaftsförderer Felix Mohri bei einem Betriebsbesuch ein eigenes Bild machten. Aktuell werden hintere Gebäudeteile instandgesetzt.

Fachkräftemangel ein immer größeres Problem
Insgesamt sind 25 Mieter auf dem Areal vorzufinden, welches die Firma Indupark GmbH verwaltet und bekannte Firmen wie die HPH Lasertec GmbH, die Schleiferei SAMA GmbH, das Unternehmen Falkon Objekteinrichtungen GmbH und die HPS Industriehandel GmbH beheimatet.
Ein Thema im Gespräch mit Bürgermeister Michael Heilmann war der Fachkräftemangel, der nicht nur für viele Mittelstandsunternehmen im Indupark ein immer größer werdendes Problem darstellt. Außerdem berichteten Benno Burkert und Ahmed Hamoudi den Vertretern der Verwaltung von der eigenen Unternehmensstrategie sowie den zukünftigen Ausbauplänen des Areals. Bürgermeister Heilmann und Christian Schweitzer begrüßten den Innovationsgedanken der beiden Unternehmer und sicherten auch in Zukunft einen stetigen Austausch zum Thema Innovationen sowie Hilfe bei aufkommenden Problemstellungen zu.

Drahtwerk schloss 1989 endgültig die Pforten
Seit 1883 wurden an der Altenaer Straße Drähte gezogen. 1908 hatte das Unternehmen Giese bereits über 100 Arbeiter. Der Betrieb wurde stetig erweitert, hatte in den ersten Jahren des Zweiten Weltkriegs über 300 Mitarbeiter. In den 80er Jahren ging es bergab, 1984 wurde Giese zu einem Tochterunternehmen von Bekaert. 1989 wurden die letzten 39 Mitarbeiter entlassen. Nach der Demontage der Maschinen siedelten sich ab 1992 verschiedene Unternehmen an.

Quelle: IKZ Hemer